Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung meiner persönlichen Lebenserfahrungen und Lebensweisheit der letzten gut 60 Jahre. Manches mag für den Leser klingen wie ein Kalenderspruch oder eine Platitüde; wenn man die Sätze etwas länger auf sich wirken lässt, kann man herausfinden, dass mehr Substanz dahinter steckt als auf den ersten Blick vermutet.
- „Der Weg ist das Ziel“, das heißt der Prozess, die Reise und die auf dem Weg gesammelten Erfahrungen sind wichtiger als nur das Erreichen eines bestimmten Endpunktes; es geht darum, den Moment zu schätzen, zu lernen und an den Herausforderungen zu wachsen, anstatt nur auf das Ergebnis fixiert zu sein. (frei nach Konfuzius)
- Effektivität („Das Richtige tun“) ist wichtiger als Effizienz („Die Dinge richtig tun“). Wer in die falsche Richtung fährt, kommt nicht zum Ziel – egal wie schnell oder langsam er sich bewegt. Wer ein Loch an der falschen Stelle in die Wand bohrt, wird ebenfalls nicht sein gewünschtes Ergebnis erreichen.
- „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte; achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten; achte auf deine Taten, denn sie werden deine Gewohnheiten; achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter; achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“ (Charles Reade)
- Positiv Denken! „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ (Markus 9,23) und „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ (Erich Kästner)
- „Wer ein „Warum“ zu leben hat, erträgt fast jedes „Wie“.“ (Friedrich Nietzsche); dieser Grundgedanke spiegelt sich auch im Golden Circle (Why? How? What?) von Simon Sinek wider.
- Unsere Einstellung bestimmt unser Denken. Statt problemorientiert nach dem „Warum?“ zu fragen, kann man auch lösungsorientiert „Warum nicht?“ fragen. Und statt problemorientiert „Und wenn es schief geht?“ zu fragen, kann man auch lösungsorientiert „Und wenn es gut geht?“ fragen. Oder mit den Worten von Dale Carnegie: „Sorge Dich nicht, lebe!„
- Die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen, die im Jahr 2020 in Deutschland geboren sind, beläuft sich auf 83,4 Jahre und für Männer auf 78,5 Jahre. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund 81,0 Jahren für beide Geschlechter in Summe. Wenn man zwischen 1960 und 1970 geboren ist liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland nur bei ca. 70,0 Jahren. In den ersten ungefähr 20 bis 25 Jahren wachsen wir heran, gehen in den Kindergarten und zur Schule und machen eine Ausbildung oder absolvieren ein Studium. Danach beginnt der „Ernst des Lebens“, genauer des Arbeitslebens, das im Alter von ca. 65 Jahren (plus/minus 2 Jahre) endet. Danach verbleiben den heute Geborenen nur noch weniger als 20 Jahre für die Rente. Bedeutet: Wer seinen Job hasst, verschwendet die Hälfte seines Lebens. („Your Life in Weeks“ oder „Each Circle is a Month of your Life“ oder „Please don’t do this with your life„)
- Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 30 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (Chinesisches Sprichwort)
- Man kann jederzeit (an jedem Tag, in jeder Stunde und in jeder Sekunde) entscheiden, sein Leben grundlegend zu verändern und dies auch umsetzen (nicht nur an Silvester, an Geburtstagen oder bei Krisen).
- Wer im Alter ohne finanzielle Sorgen leben will, muss neben den Einkünften aus abhängiger Erwerbstätigkeit und den daraus resultierenden Ansprüchen an die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland zusätzliche Einkünfte aus Kapitalerträgen erzielen. Trotz immer mal wieder vorkommender temporärer Börsencrashs kommt man dabei an Aktien nicht vorbei. Zwischen dem Start am 01.07.1988 und dem 31.12.2025 hat der Deutsche Aktien Index (DAX) pro Jahr durchschnittlich um 8,63% zugelegt. Hinzu kommt die Rendite aus Dividenden. Dow Jones und S&P 500 kommen auf ähnliche Größenordnungen. Wichtig ist es, in jungen Jahren zu beginnen, das Risiko breit zu streuen, den Cost-Average-Effekt zu nutzen und das investierte Kapital nicht für Konsumzwecke anzugreifen.
- Niemals aufgeben und die U-Boot-Kommandanten-Mentalität beherzigen: Egal was passiert, mein Boot kommt durch!
- Vertraue auf Dein Herz und Deine Intuition. Man kann die Bedeutung von bzw. die Zusammenhänge zwischen Ereignissen und Entscheidungen häuft erst rückblickend erkennen. („Connecting the Dots„-Rede von Steve Jobs an der Standford University in 2005)
- Kleine Handlungen können einen großen Unterschied für ein einzelnes Individuum machen, auch wenn man damit nicht die ganze Welt retten kann. (Seesterne-Metapher)
- Zweifel zerstören mehr Träume als Misserfolge es jemals tun werden.
- Versuch macht klug.
- Akzeptieren! Loslassen! Vergeben!
- Mit Humor und Musik geht alles besser.
- Materieller Besitz (Immobilien, Autos, Hausrat, Haustiere) macht uns abhängig und unfrei, da wir Zeit, Geld und Energie für dessen Pflege, Sicherung und Verwaltung aufwenden, anstatt ungebunden und flexibel zu sein.
- Vier Faktoren sind maßgeblich für unser Wohlbefinden:
a) Gesundheit und Fitness,
b) Soziales Umfeld, zwischenmenschliche Kontakte,
c) Die Autonomie, sein Schicksal selbst bestimmen zu können,
d) Eine attraktive Zukunftsperspektive. - „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ (Gelassenheitsgebet von Reinhold Niebuhr)
- Ich kann bestimmte Rahmenbedingungen nicht verändern, aber ich kann entscheiden, wie ich damit umgehe und wie bzw. ob ich darauf reagiere.
- Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen. Alles beginnt und endet mit uns und unserem Umgang mit den gesetzten Rahmenbedingungen.
- Vergangenheit und Zukunft sind mentale Konstrukte; inneren Frieden kann man nur in der Gegenwart, im „Hier und Jetzt“ finden. (Eckard Tolle)
- Man kann seine (Fehl-)Entscheidungen der Vergangenheit nicht mehr ändern, sondern nur aus ihnen lernen und es beim nächsten Versuch besser machen. (Tim Urban, „Wait but why?“)
- Dem „kleinen Buchhalter“ in unserem Kopf, der immer messen, zählen, wiegen und und unausgeglichene Bilanzen ausgleichen will, mit Humor begegnen und ihn dadurch ins Leere laufen lassen.
- „Der größte Unterschied zwischen Managern und Sportlern? Manager geben immer Vollgas, während Sportler gezielt für Wettkämpfe trainieren, die Belastung dosieren und ihrem Körper immer wieder Ruhepausen gönnen.“ (Thomas Bubendorfer)
- Körper, Seele und Geist sind wichtig.
- Der Körper ist das einzige Zuhause, in dem man ein ganzes Leben lang wohnt. Deshalb ist es wichtig, ihn gut zu behandeln.
- „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ (Arthur Schopenhauer)
- In einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist – „mens sana in corpore sano“. (Juvenal).
- Leistungsprinzip und Lustprinzip: Nicht nur ackern, sondern sich ab und zu auch etwas gönnen.
- Die Friedhöfe der Welt sind voll von Menschen, die dachten, es ginge nicht ohne sie. Merke: Ein Unternehmen ist keine „Familie“, sondern eine Zweckgemeinschaft zur Erreichung wirtschaftlicher Ziele.
- Wir produzieren unsere Gefühle selbst als Reaktion auf innere und äußere Impulse. Beweis: Unterschiedliche Menschen reagieren auf Impulse/Trigger völlig unterschiedlich.
- Rigide Introjekte (häufig frühkindliche Prägungen im Unterbewusstsein, die zu automatischen Gefühlsreaktionen führen) bewusst machen und das Prinzip der Wahlfreiheit nutzen, um aus schädlichen Automatismen auszubrechen.
- Wir sind nur erfolgreich, wenn wir Menschen für uns und unsere Ziele einnehmen können.
- Jeder Mensch hat ein Verlangen nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Wertschätzung.
- Zwang, Druck und Verbote erzeugen bei Menschen Widerspruch und Widerstand, was man als „Reaktanz“ bezeichnet. In der Psychologie ist die „Reaktanz“ eine Motivation, die eigene Freiheit wiederherzustellen, wenn sie durch Druck oder Verbote eingeschränkt wird, was oft zum „Reiz des Verbotenen“ führt. Deshalb ist positive Motivation durch „Zug“ besser als negative Motivation durch „Druck“.
- Wenn Du selbst sprichst, wiederholst Du nur, was Du bereits weißt. Nur wenn Du zuhörst, kannst Du etwas Neues lernen.
- Wer fragt, der führt, denn er lenkt das Gespräch, gewinnt Informationen und lernt, seinen Gesprächspartner besser zu verstehen.
- „Ask Five Times Why“ bezieht sich auf eine Methode zur Ursachenanalyse, eine einfache iterative Fragetechnik, mit der nicht nur die Symptome, sondern auch die grundlegende Ursache eines Problems ermittelt werden kann, indem so lange „Warum?“ gefragt wird, bis das Kernproblem aufgedeckt ist. Diese Methode wird häufig in der „lean production“ und bei der Problemlösung eingesetzt, ist aber auch bei der Analyse anderer Herausforderungen nützlich.
- Perfektionismus ist einer der schlimmsten Effizienzkiller. Das Pareto-Prinzip, auch bekannt als die 80-20-Regel, besagt, dass 80 % der Ergebnisse typischerweise durch 20 % des Gesamtaufwands erzielt werden, wobei die restlichen 20 % der Ergebnisse die meiste Arbeit erfordern. Man ist daher gut beraten, sich auf die maßgeblichen 80 % zu konzentrieren und bei den restlichen 20 % auch mal „Fünfe gerade sein zu lassen“.
- Was andere Menschen von Dir denken ist nicht Dein Problem.
- Andere Menschen denken längst nicht so viel an Dich bzw. reden nicht so viel über Dich, wie Du es selbst glaubst. Denn sie denken in der Regel hauptsächlich an sich.
- „Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärt werden kann.“ (Hanlons Rasiermesser)
- Messe die Menschen an ihren Taten und nicht an ihren Worten. Keine Zeit heißt: Etwas anderes ist wichtiger.
- Menschen projizieren ihre eigenen Schwächen und Fehler auf ihre Mitmenschen.
- Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
- „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.“ (Aristoteles)
- Geduld, Beharrlichkeit und Disziplin sind der Schlüssel zum Erfolg und „Practice makes perfect“, d. h. viele kontinuierliche Wiederholungen über einen längeren Zeitraum führen dazu, dass man lernt und sich entwickelt.
- Große Ziele erreicht man, indem man viele kleine Schritte geht und sich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt.
- Zwischen ganz Schwarz und ganz Weiß gibt es jede Menge Grau.
- „Wenn Du etwas erreichen willst, was Du noch nie erreicht hast, musst Du etwas tun, was Du noch nie getan hast.“ (Nossrat Peseschkian)
- Wenn Du aufhören willst, denk daran, warum Du angefangen hast.
- Das Leben ist draußen! (Und nicht im Bildschirm oder Display eines Computers, Smartphones oder einer Spielkonsole).
- „Im Leben zählen nicht die kleinen Momente, in denen Du atmest, sondern die großen Momente, in denen es Dir den Atem verschlägt.“ (Hitch, the date doctor)
- Dein lebenswertes Leben beginnt jenseits Deiner Komfortzone.
- Verlasse Deine eingefahrenen Trampelpfade und sammle jeden Tag mindestens eine neue Erfahrung, um Deinen Horizont zu erweitern.
- „Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ (Matthias Claudius)
- Reise vor dem Sterben, sonst reisen Deine Erben.
- Du hast nur ein Leben, also achte darauf, dass Du das tust, was Dich glücklich macht, z. B. Dein Potenzial nutzen und Dich selbst entwickeln (Körper, Seele, Geist), Wirkung zeigen und die Welt als einen besseren Ort verlassen, als man ihn vorgefunden hat oder in möglichst vielen Augenblicken (in der langen Reihe von Augenblicken, aus denen ein Leben besteht) bewusst Lebensfreude und positive Energie empfinden und ausstrahlen.
- Erst wenn wir begreifen, dass es kein weiterer Tag ist, sondern ein Tag weniger von einer endlichen Anzahl an Tagen (durchschnittlich 81 Jahre x 365 Tage = 29.565 Tage), werden wir beginnen, die wirklich wichtigen Dinge wertzuschätzen.
- Die Erde ist einer unter 70 Trilliarden Himmelskörpern und in der Milchstraße gibt es 100 bis 300 Milliarden Sterne. In Relation dazu sind unsere alltäglichen Probleme völlig unbedeutend. Dazu empfehle ich folgendes sehr inspirierendes Video.
- Das Universum ist 13,81 Milliarden Jahre alt, die Erde entstand vor 4,6 Milliarden Jahren und der Mensch tauchte erst in den späten Abendstunden des 31.12. auf, wenn man sich die Erdgeschichte als ein Jahr mit 365 Tagen vorstellt. Die Menschheit ist nicht die „Krone der Schöpfung“, sondern nur ein winziges Sandkorn in der Wüste.
- Warum sollte man sich von einem von 8 Milliarden Menschen auf dem Planeten seine Laune oder noch schlimmer sein Leben verderben lassen?
- Jeder Mensch, der in Dein Leben tritt, ist entweder ein Test, eine Strafe oder ein Geschenk. Es liegt an Dir, zu erkennen, in welche Kategorie die Menschen in Deinem Leben gehören.
- Mach Dein Lebensglück niemals von anderen Menschen abhängig.
- Der Weg zur wahren Liebe ist derselbe Weg, der Dir zuerst zeigt, was wahre Liebe nicht ist.
- Beziehungen machen Menschen nicht glücklicher. Eine glückliche Beziehung kann man nur dann führen, wenn man mit sich selbst im Reinen ist.
- Man heiratet nicht nicht eine Person, sondern mehrere Persönlichkeiten, weil Menschen sich im Laufe einer Ehe verändern (physisch und psychisch).
- Jüngere Frauen (und Männer) sind noch formbar und tragen keinen Ballast bzw. keine Altlasten aus früheren Beziehungen mit sich, die eine neue Beziehung mit hoher Wahrscheinlichkeit in Kämpfe oder Krisen führen.
- „Neue Besen kehren gut, aber die alten kennen die Ecken.“ (Sprichwort)
- Jeden Tag stellt Dir das Leben kostenlos 86.400 Sekunden zur Verfügung und Du kannst entscheiden, wie Du mit diesem Zeitguthaben umgehst. Jeden Tag füllt sich das Konto neu. Die Bereitstellung kann jedoch jederzeit ohne Vorankündigung beendet werden.
- Wissenschaft ist eine Methode zur Überprüfung von Vermutungen – im Gegensatz zur Religion, in der Vermutungen in der Regel nicht überprüft sondern geglaubt werden. Von den großen Weltreligionen (Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Judentum und Daoismus bzw. Konfuzianismus) kann nur eine recht haben. ¯\_(ツ)_/¯
- Wenn das gesamte Wissen der Welt auf einen Schlag verloren ginge, würden nach 100 Jahren die Naturgesetze wieder genauso beschrieben sein, wie vor dem Verlust. Bei den Religionen würden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit völlig andere, unterschiedliche Spielarten entwickeln. Das ist der wesentlichste Unterschied zwischen Wissenschaft und Religion.
- Die Festigkeit des Glaubens ist kein Beweis für die Richtigkeit des Geglaubten (eher im Gegenteil).
- Jeder Mensch hat das Recht, klüger zu werden und seine falschen Entscheidungen oder Meinungen zu korrigieren. (frei nach Konrad Adenauer)
- „Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen.“ (Erich Kästner)
- „Flach schießen, hoch gewinnen.“ (alte Fußballweisheit)
- „Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten.“ (Sepp Herberger)
- „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ (Sepp Herberger)
- „Der nächste Gegner ist immer der Schwerste.“ (Sepp Herberger)
- „Schau’n mer mal, dann seh’n mer schon.“ (Franz Beckenbauer)
- Denkmuster, die mit „-ismus“ enden sind häufig schlecht (z. B. Islamismus, Kommunismus, Sozialismus, Populismus, Feminismus, Fundamentalismus, …), da sie versuchen, den Diskursraum dogmatisch bzw. ideologisch zu verengen.
- Graham’s „Hierarchy of Disagreement„:
a) Widerlegung des zentralen Punktes,
b) Widerlegung,
c) Gegenargument,
d) Widerspruch,
e) Kritik des Sprachstils,
f) ad hominem,
g) Beschimpfung. - Social Media-Aktivitäten sind verschwendete Lebenszeit und Lebensenergie. Wer „Content“ in Social-Media-Netzwerken postet, verschwendet nicht nur seine eigene Lebenszeit und Lebensenergie, sondern trägt auch dazu bei, dass andere Menschen ihre Lebenszeit und Lebensenergie verschwenden.
- Am Ende Deines Lebens wird nicht zählen, wie viele Follower Du hattest oder wie viele Likes und Kommentare Deine Postings bekommen haben. Am Ende Deines Lebens werden nur Deine Erinnerungen an Erlebnisse und Erfahrungen im realen Leben zählen.
- Reichweite in Social Media-Netzwerken ist weder ein Maßstab für den Nutzen, noch für die Kompetenz des „Influencers“.
- Wer morgens als erste Handlung des Tages zu seinem Smartphone greift, sich während des Tages unwohl fühlt, wenn er das Smartphone nicht bei sich trägt und abends als letzte Handlung in sein Smartphone schaut, ist süchtig. In sein Smartphone zu schauen, während man mit anderen Menschen zusammen ist (oder isst) zeigt eine grobe Form von Desinteresse und Ignoranz.
- „Microtargeting“ ist eine datenbasierte Kommunikationsstrategie, die riesige Mengen persönlicher Daten in Social Media-Netzwerken analysiert, um sehr kleine, spezifische Zielgruppen (oder sogar Einzelpersonen) mit maßgeschneiderten Botschaften zu adressieren, oft zur Beeinflussung des Kauf- oder Wahlverhaltens in sozialen Medien oder über Online-Kanäle.
- Microtargeting führt zur Bildung von „Filterblasen“ und „Echokammern“, in denen sich (einfacher als in der realen Welt) Gleichgesinnte zusammenfinden und in ihren eigenen Positionen (Überzeugungen, Meinungen, Auffassungen) bestärken.
- Nudging (englisch für „Anstupsen“) ist eine Methode, um das Verhalten von Menschen subtil zu beeinflussen, indem Menschen zu gewünschten Entscheidungen bewegt werden, ohne Verbote und Zwang auszuüben. Dazu gehören die „Mitteilungen“ von Apps auf Smartphones.
- „Software is eating the world.“ (Marc Andreessen)
- Das Geschäftsmodell von Social Media zielt darauf ab, durch emotionalisierenden Content, Menschen dazu zu bringen, möglichst viel Zeit auf Social Media-Plattformen zu verbringen und dort durch möglichst viele Interaktionen (Postings, Likes, Kommentare, Teilen von Postings) möglichst viele persönliche Daten preiszugeben, um sie möglichst gezielt mit Werbung bespielen zu können.
- „Google und Facebook sind hochentwickelte, computergestützte Werbemaschinen, die einen vorgetäuschten Geschäftszweck nutzen, um an die persönlichen Informationen und Daten der Nutzer heranzukommen, die sie in Hochgeschwindigkeits-Datenauktionen meistbietend an Werbekunden zu versteigern.“ (John Naughton)
- „Plattformen sind das zentrale Geschäftsmodell der digitalen Ökonomie. Die Plattform-Betreiber setzen sich als Vermittler zwischen Anbieter und Nachfrager und fungieren als „Matchmaker“ wie ein Schmiermittel für die Ökonomie. Sie erweitern damit bestehende Märkte oder schaffen gar ganz neue Märkte. Plattformen ersetzen die „unsichtbare Hand“ (Adam Smith) als Organisationsprinzip eines Marktes.“ (Dr. Holger Schmidt)
- „Wenn das Produkt oder die Dienstleistung nichts kostet, bist Du das Produkt, weil Du mit Deinen persönlichen Daten bezahlst.“ (Michael Kroker)
- „Einem Plattformunternehmen gehören eigentlich nur zwei Dinge: Es besitzt Algorithmen, die auf Servern gehostet werden, und es besitzt Netzwerkeffekte, die zur Abhängigkeit von Menschen führen. Während traditionelle Unternehmen eine Finanzierung erhalten, um in Sachwerte zu investieren, Arbeiter einzustellen und dabei Risiken einzugehen, lagert ein Unternehmen wie Uber sein Risiko an unabhängige Vertragspartner aus.“ (Brett Scott)
- „Die Digitalisierungsleistung von Airbnb ist es, die Ressource „Verfügbarkeit freier Tage in Wohnungen“ zu Software gemacht zu machen. Da man Software weltweit ohne Grenzkosten verteilen kann, wird die Verknüpfung verschiedener Ressourcen (Kunde, Lieferant) durch die Softwareisierung deutlich einfacher und kostengünstiger.“ (Christoph Bornschein)
- „Die Zentralisierung großer Unternehmen auf eine Art Blaupausen-Zentralmanagement, das die Umsetzung von Produktion und Vertrieb an potenziell jeden Ort der Welt und an ungesichert ad hoc Arbeitende delegiert, bewirkt eine Enteignung und Entmachtung von Gesellschaften.“ (Jeremy Rifkin)
- Die einfachste und beste Systematik zur Vereinbarung von Zielen und Beurteilung der Leistungen von Menschen in Organisationen umfasst vier Verhaltensdimensionen („Drive, Focus, Guide, Impact“) und vier Ergebnisdimensionen entlang der Balanced-Scorecard-Logik („Finanzen, Prozesse, Mitarbeiter, Kunden“).